Nach über 37 Jahren haben Theresia und Peter Krammer ihr beliebtes Lokal in die Hände von Sohn Konstantin übergeben. Mit neuem Elan, frischen Ideen und großen Visionen wird er mit dem Vianko unter dem Motto „meine Bar in Germs“ neu durchstarten.

Die Weinerfahrung.


Konstantin Krammer.
Meine Liebe zum Wein begann 2008, als ich im LOISIUM Wine & Spa Hotel in Langenlois arbeitete. Die schier grenzenlose Vielfalt des Weines faszinierte und interessierte mich gleichermaßen. Im LOISIUM arbeitete ich als Sommelier-Stellvertreter und legte 2012 dann auch die Prüfung zum Sommelier-Österreich ab.

Vertiefen konnte ich diese Leidenschaft letztendlich ab Herbst 2012 bei meiner Anstellung im Weingut Jurtschitsch in Langenlois. Dort wurde mir alles beigebracht, was es rund um die Weinherstellung zu wissen gibt. Schließlich zog es mich in die Ferne. 2014 bereiste ich Neuseeland und Australien und erweiterte bei der Arbeit auf diversen Weingütern nicht nur meinen Horizont in Sachen Wein, sondern auch meinen persönlichen. Bereichert durch eine unermessliche Vielzahl an Impressionen und Erkenntnissen kehrte ich zurück in meine Heimat. Nach einem Praktikum in der Privatbrauerei Zwettl arbeitete ich erneut bei Jurtschitsch und wirkte unter anderem bei der Umsetzung von Weinprojekten – wie zum Beispiel „Fuchs und Hase“ – mit. Im Jahr 2015 war es dann endlich so weit: Mit Trauben von Jurtschitsch produzierten mein guter Freund Markus Montaño López und ich unseren ersten eigenen Wein, den wir KO’MA tauften. Im Jahr 2018 begann ich schließlich mein Masterstudium des Angewandten Unternehmensmanagements, das nun kurz vor seinem Abschluss steht.

Die Biererfahrung.


Praktikum in der Privatbrauerei Zwettl.
Der größte Partner in Sachen Bier ist für mich zweifelsohne die Privatbrauerei Zwettl. Nicht nur, weil sie schon seit vielen Jahren ein starker und verlässlicher Partner des VIANKO ist, sondern auch weil ich 2014 dort ein umfassendes Praktikum absolvieren durfte, im Zuge dessen ich alle Bereiche der Brauerei kennenlernen konnte.

So durfte ich zum Beispiel mit Rudolf Damberger nach Wien zur waldviertelpur fahren und an Hintergrundarbeiten sowie einem Fotoshooting teilnehmen. Weiters begleitete ich einen Vertreter einen ganzen Tag lang bei der Kundenstammpflege. Danach ging es ab nach Reichers zur Hofernte bei den Familien Fröschl und Jank, welche seit über 25 Jahren rund ein Drittel der Hopfenblüten für die Brauerei Zwettl ernten. Die beachtliche Höhe der Pflanzen, die bis zu sieben Meter hoch wachsen können, beeindruckte mich ebenso sehr wie das ausgeprägte Aroma des Hopfens.

Es folgten zwei Tage in der „Weitra Bräu“ Bierwerkstatt. 1321 gewährte der Habsburgerkönig Friedrich der Schöne den Bürgern der Stadt das Recht, Bier zu brauen, was Weitra zur ältesten Braustadt Österreichs macht. Ich fühlte mich fast schon in diese Zeit zurückversetzt, da teilweise im alten Keller gebraut wurde, was für eine nostalgische Atmosphäre sorgte. Zudem setzte man auf eine traditionelle Herstellung in offenen Gärbottichen. Dies bedeutet aber nicht, dass man in Weitra nicht mit der Zeit ging: Sudhaus und Füllanlage sind technisch durchdacht, was mir sehr imponierte. In Erinnerung geblieben ist mir auch die genaue Arbeitsweise, die eine hohe Qualität des produzierten Bieres mit sich bringt.

Eine wichtige Zutat zum Herstellen eines köstlichen Bieres ist zweifelsohne Malz, weshalb ich im Verlauf meines Praktikums auch die traditionsreiche Mälzerei STAMAG in Wien besuchen durfte. Dort lernte ich mehrere Methoden für die Herstellung von Malz kennen.

Dieses Praktikum war ein ebenso interessantes wie auch bereicherndes Erlebnis. Für diese einzigartige Möglichkeit, die Privatbrauerei Zwettl in all ihren Facetten kennenzulernen, bin ich dem Geschäftsführer Karl Schwarz außerordentlich dankbar.